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Historische bäuerliche Holzmonstranz (um 1900) – Reliquiar aus einer Kapelle
Historische bäuerliche Holzmonstranz (um 1900) – Reliquiar aus einer Kapelle
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Ein berührendes Zeugnis alpiner Volksfrömmigkeit: Handgeschnitzte und teilvergoldete Kapellenmonstranz (Sonnenreliquiar) aus Holz, entstanden um 1900.**
Diese authentische, bäuerliche Monstranz (auch als Sonnen- oder Strahlenreliquiar bezeichnet) stammt ursprünglich aus dem Innenraum einer kleinen Kapelle und fasziniert durch ihre erdige, unverkünstelte Ausdruckskraft. Im Gegensatz zu den prunkvollen Edelmetall-Monstranzen der großen Stadtkirchen zeigt dieses Stück die ehrliche, charaktervolle Handschrift ländlicher Kunstfertigkeit und die tiefe Frömmigkeit des alpinen Raums um die Jahrhundertwende.
Kunsthandwerkliche Details & Besonderheiten
Der Strahlenkranz:
Aus einem Stück und einzelnen Elementen handgeschnitzter, unregelmäßiger Sonnenkranz mit typisch bäuerlichen, flach reliefierten und teils gegabelten Strahlen sowie dazwischenliegenden, spitz zulaufenden Holzdornen bzw. -spießen. Die obere Vertikale zeigt den charmant-ursprünglichen, historisch gealterten Abschluss
Das Schaugehäuse (Theka):
Im Zentrum befindet sich das runde Schaugehäuse, umrahmt von einer volkstümlichen Rocaille- und Volutenverzierung (im barockisierenden Heimatstil). Hinter dem Originalglas ruht eine kleine, mit Kordeln und feinen Zierelementen gefasste Textil- oder Reliquienfläche, auf der ein kleiner Papierstreifen mit einer zarten handschriftlichen Aufschrift („reliquiae“ / Heiligennamen) erkennbar ist.
Fassung & Patina:
Die Schauseite trägt eine historische Blatt- oder Metallvergoldung auf Kreidegrund, die im Laufe der Jahrzehnte eine wunderschöne, dunkle Patina und lebendigen Abrieb angesetzt hat. Das dunkle Naturholz schimmert an vielen Kanten warm durch.
Schaft & Fuß:
Der gedrechselte, balusterförmige Schaft geht in einen geschweiften, mehrfach gelappten und aufwendig profilierten Rundfuß über, der der Monstranz einen stabilen, würdevollen Stand verleiht.
Die Rückseite:
Völlig naturbelassen und unbehandelt zeigt die Rückseite die handwerkliche Struktur des Holzes sowie die originale, kreisrunde Abdeckscheibe des Reliquienfachs – ein unberührter, ehrlicher Originalzustand.
Details & Maße:
* **Objekt:** Bäuerliche Kapellenmonstranz / Sonnenreliquiar (Haus- oder Kapellenreliquiar)
* **Entstehungszeit:** Um 1900 (Historismus / Heimatstil)
* **Herkunft:** Süddeutschland / Österreich (alpenländischer Raum)
* **Materialien:** Holz (handgeschnitzt), originale Vergoldung (Blattgold/Metallgold auf Kreidegrund), Glas, Papier, textile Reste und Metallpartikel im Schaufach
* **Zustand:** Altersgemäßer, unberührter Originalzustand mit bemerkenswerter Patina. Schöner Abrieb der Vergoldung, altersübliche Trocknungsrisse im Holz, staubige Alterungsspuren im unverschlossenen Schaufach. Die spitz zulaufenden Strahlen und Dornen sind im Wesentlichen erhalten; die obere Vertikale weist eine historische, für solche Naturstücke typische unregelmäßige Abnutzung bzw. Fehlstelle auf, was den kapellenhaften Charakter nur unterstreicht.
Maße:
* **Höhe:** ca. 34 cm
* **Breite:** ca. 28 cm
* **Tiefe:** ca. 10 cm
Sammlerwert & Einordnung
Objekte dieser Art sind gesuchte Sammlerstücke der religiösen Volkskunde (Sacralia) und der ländlichen Schnitzkunst. Durch ihre kompakten Maße und die warme, geschichtsträchtige Ausstrahlung eignet sich diese Monstranz hervorragend als historischer Akzent im anspruchsvollen Interieur oder als Teil einer Sammlung sakraler Kunst. Ein seltenes Stück gelebter Geschichte, das die private Andacht über Generationen hinweg begleitete.
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