Windora
Bedeutender barocker Reliquienschrein / Klosterarbeit mit Maria Hilf und Heiligenreliquien (um 1700)
Bedeutender barocker Reliquienschrein / Klosterarbeit mit Maria Hilf und Heiligenreliquien (um 1700)
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Museales Meisterwerk barocker Klosterkultur: Ausserordentlich seltener Hausaltar / Reliquienkasten um 1700 im originalen ebonisierten Flammleistenrahmen, reich gefasst mit filigranen Gold- und Silberlahn-Klosterarbeiten, Glassteinen, zentraler Maria-Hilf-Miniatur sowie acht umlaufenden Reliquienfeldern mit authentischen Cedulae.
Dieser prachtvolle Reliquienschrein entstammt der Bluetezeit der sueddeutsch-alpenlaendischen Klosterfrauenarbeiten der Barockepoche. Urspruenglich fuer die private Andacht eines hochrangigen Stifters, Geistlichen oder einer adeligen Hauskapelle geschaffen, vereint das Werk hoechste meditative Handwerkskunst mit tief empfundener froemmigkeitsgeschichtlicher Bedeutung.
Kunsthandwerkliche Details und religioese Ikonografie
Der barocke Schrein und Flammleistenrahmen: Der tief gekehlte Kastenrahmen besteht aus massivem Hartholz mit feiner, originaler Flammleiste (Wellenprofil) an der Aussen- und Innenkante. Das Holz ist im authentischen Schwarzton historisch ebonisiert und zeigt eine wundervoll erhaltene Patina. Rueckseitig ist der Kasten mit einer originalen, handbebeilten Holzplatte verschlossen und verfuegt ueber den urspruenglichen eisernen Aufhaengering.
Die zentrale Bildminiatur (Maria Hilf / Madonna mit Kind): Im erhoehten, verglasten Mittelfeld befindet sich eine feine Gouache- bzw. Oelminiatur der Muttergottes mit dem Jesuskind in enger Anlehnung an das beruehmte Passauer Gnadenbild Maria Hilf von Lucas Cranach d. Ae. Das Inkarnat und die Faltenwuerfe des blauen Mantels und des roten Kleides sind meisterhaft ausgefuehrt.
Die Klosterarbeit und Ornamentik: Die Bildminiatur sowie saemtliche Reliquienfelder sind von kunstvoll gedrehten Gold- und Silberbouillonfaeden, Drahtkordeln, Quilling-Ornamenten und Glaenzfolien umrahmt. Zusaetzlich schimmern geschliffene Glasfluesse (in edlem Rubinrot) in vergoldeten Fassungen und imitieren kostbarste Edelsteine.
Die acht Reliquiennischen und Cedulae: Der breite Rahmen um das zentrale Bildnis birgt acht bogenfoermig geschwungene, einzeln verglaste Nischen (Reliquienfenster). Jede Nische enthaelt kostbare textile Partikel bzw. Knochenreliquien, gebettet auf Brokat, jeweils praezise bezeichnet durch eine originale handschriftliche Beschriftungsbanderole (Cedula) auf Pergament bzw. Papier (unter anderem S. Joseph, S. Sebastian, S. Julian, S. Andrea, S. Maria u. a.).
Objektdaten und Masse
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Objekt: Barocker Reliquienschrein / Klosterarbeit / Hausaltar
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Darstellung: Maria Hilf (Madonna mit Kind) umgeben von acht Heiligenreliquien
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Entstehungszeit: Um 1700 (Hochbarock)
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Herkunft: Sueddeutschland / Alpenraum (Bayern / Tirol / Oesterreich)
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Materialien: Ebonisiertes Holz, Flammleisten, Originalverglasung, Gold- und Silberdrahtarbeiten (Bouillon), Samt- und Seidenstoffe, Reliquienpartikel, Pergament-Cedulae, geschliffene Glassteine, Eisenbeschlaege
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Zustand: Ausgezeichneter, unberuehrter Originalzustand von musealer Qualitaet. Alle Zierelemente, Glaeser und Reliquien vollstaendig und fest montiert. Natuerliche, wunderschoene Alterspatina; die Rueckwand ist original erhalten.
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Masse ueber alles:
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Hoehe / Laenge: ca. 33,5 cm (335 mm)
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Breite: ca. 28 cm
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Tiefe: ca. 5 cm
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Sammlerwert und Einordnung
Klosterarbeiten des Hochbarocks um 1700 mit vollstaendigem, unberuehrtem Reliquienbestand in einem originalen Flammleistenrahmen gehoeren zu den begehrtesten Objekten der religioesen Kunst. Waehrend spaetere Arbeiten des 19. Jahrhunderts haeufiger zu finden sind, zeichnet sich dieses Fruehwerk durch die aussergewoehnliche handwerkliche Dichte, die kunstvolle Fassung und den hervorragenden Erhaltungsgrad aus. Ein museales Schauobjekt fuer anspruchsvolle Sammler sakraler Volkskunst und sakraler Schaetze.
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