Windora Antiquitäten Plattform
Barockes Doppelherz-Relief: Herz Jesu & Unbeflecktes Herz Maria (um 1800)
Barockes Doppelherz-Relief: Herz Jesu & Unbeflecktes Herz Maria (um 1800)
Verfügbarkeit für Abholungen konnte nicht geladen werden
Seltene alpenländische Sakralkunst: Meisterhaft geschnitztes, beidseitig plastisch ausgearbeitetes Doppelherz im reich vergoldeten Strahlenkranz mit originaler Polychromfassung.
Dieses ausdrucksstarke sakrale Schauobjekt aus der Zeit um 1800 vereint die beiden zentralen Andachtsmotive des Spätbarocks in einem einzigen, doppelansichtigen Kunstwerk:
Auf der Vorderseite zeigt sich das flammende Herz Jesu, umwunden von der dornenreichen Passionskrone und bekrönt von einem massiven Holzkreuz. Die Rückseite präsentiert das Unbefleckte Herz Marien, umkränzt von plastisch geschnitzten Blüten und durchbohrt vom Schwert der Schmerzen – ein Rückgriff auf die biblische Weissagung Simeons.
Beide Herzen ruhen im Zentrum einer monumentalen, feinteilig durchbrochenen Gloriole (Strahlenkranz) mit originaler Blattgoldauflage. Montiert ist das Skulpturenensemble auf einem originalen, marmoriert gefassten Holzsockel.
Details & Besonderheiten
-
Objekttyp: Sakrale Skulptur / Altaraufsatz / Andachtsbild
-
Darstellung: Herz Jesu (mit Dornenkrone und Kreuz) & Herz Mariä (mit Blumenkranz und Schwert)
-
Epoche / Datierung: Um 1800 (Spätbarock / alpenländische Volkskunst)
-
Material & Technik:
-
Vollplastisch und reliefiert handgeschnitztes Linden- bzw. Nadelholz
-
Originale Polychromfassung (Mehrfarbigkeit) auf Kreidegrund
-
Strahlenkranz mit alter Blattvergoldung
-
Sockel in zeittypischer Grün-Marmorierung gefasst
-
-
Erhaltungszustand: Authentischer Originalzustand mit lebendiger, gewachsener Alters- und Beriebpatina; originale Substanz unberührt
-
Maße:
-
Höhe: ca. 62 cm
-
Breite: ca. 46 cm
-
Tiefe: ca. 15 cm
-
Symbolik & Historische Einordnung
Die gemeinsame Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu und des Unbefleckten Herzens Mariens erreichte im alpenländischen Raum (Tirol, Bayern, Salzburg) gegen Ende des 18. Jahrhunderts ihren Höhepunkt. Als beidseitig sichtbare Skulptur konzipiert, diente ein solches Werk meist als zentraler Aufsatz auf einem Hausaltar oder in einer Privatkapelle. Durch die Kombination aus Flammen, Dornenkrone, Schwert und Goldstrahlen verkörpert dieses Objekt die mystische Tiefe und emotionale Bildsprache der barocken Sakralkunst in Reinform.
Teilen
