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Mike Krüger

Monumentaler geschnitzter Renaissance-Wappenloewe (16. / 17. Jahrhundert)

Monumentaler geschnitzter Renaissance-Wappenloewe (16. / 17. Jahrhundert)

Normaler Preis €12.500,00 EUR
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Museales Meisterwerk fruehneuzeitlicher Bildhauerkunst: Grosser, vollplastisch aus Hartholz geschnitzter und polychrom gefasster stehender Renaissance-Wappenloewe des 16. bis fruehen 17. Jahrhunderts, in den Pranken einen gewoelbten Wappenschild mit dem heraldischen Monogramm W praesentierend (moeglicherweise Haus Wittelsbach oder Haus Wettin), Hoehe ca. 57 cm.

Diese kraftvolle und repraesentative Holzskulptur stammt aus der Epoche der Hochrenaissance bzw. des Fruehbarocks (16./17. Jahrhundert). Der Loewe als Koenig der Tiere und universales Symbol fuer Staerke, Herrschaft und Wuerde bildete das zentrale Wappentier maechtiger Dynastien wie der Wittelsbacher (Pfaelzer und Bayerischer Loewe) sowie der Wettiner (Meissner Loewe). Die Skulptur diente urspruenglich als Schildhalterfigur in einem herrschaftlichen Schlossinterieur, einem Rathaus, auf einer monumentalen Balustrade oder an einem wappengeschmueckten Portal.

Kunsthandwerkliche Details und heraldische Ikonografie

Die Physiognomie und Koerperhaltung: Der Loewe steht aufrecht auf seinen kraeftigen Hinterlaeufen auf einer naturnahen Plinthe in Fels- bzw. Erdhuegelform. Die Haltung ist voll dynamischer Spannung: Der Kopf ist leicht gedreht, das Maul mit gefaehrlicher Zahnreihe weit aufgerissen und gibt den Blick auf die leuchtend rot hervortretende Zunge frei. Grosse, plastisch ausgearbeitete Augen unter markant aufgeworfenen Augenbrauenwuelsen verleihen dem Loewen einen durchdringenden, respekteinfloessenden Blick.

Die Maehne und Fellstruktur: Das Fell und insbesondere die ueppige Loewenmaehne sind meisterhaft in tiefen, plastischen Wellen und Zotteln geschnitzt, die kaskadenfoermig ueber Hals, Schultern und Ruecken herabfallen. Der geschwungene Schweif legt sich eng und anatomisch praezise an den Koerper an.

Der Wappenschild mit Monogramm W: In den Vordertatzen haelt der Loewe schuetzend einen geschweiften, gewoelbten Wappenschild in dunklem Blau-Gruenton. Auf dem Schild befindet sich eine geschwungene goldene Initiale bzw. Ligatur W. Dieser heraldische Buchstabe verweist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eines der bedeutendsten deutschen Fuerstenhaeuser, bei denen der Loewe das Schirm- und Wappentier schlechthin darstellt:

  • Haus Wittelsbach: Herrscher ueber Bayern und die Kurpfalz (wo das W fuer Wittelsbach, Wilhelm oder Wolfgang stehen kann).
  • Haus Wettin: Herrscher ueber Sachsen und Thueringen (Wettin bzw. Kurfuerst Wilhelm).

Fassung und Erhaltungszustand: Die Skulptur besitzt ihre originale, in spaeterer Zeit fachgerecht altrestaurierte und gefestigte Polychromfassung auf Kreidegrund mit warmen Ocker-, Erd- und Brauntoenen am Loewenkoerper sowie Farbakzenten in Rot, Gruen und Gold. Die Substanz des massiven Schnitzholzes ist ausserordentlich fest und gesund erhalten. Typische, historisch gewachsene Altersspuren, charismatischer Abrieb und sanfte Rissbildungen im Holz belegen das ehrwuerdige Alter von ueber vierhundert Jahren auf eindrucksvolle Weise.

Objektdaten und Masse

  • Objekt: Monumentale Bildhauerarbeit / Schildhalterfigur
  • Motiv: Stehender Wappenloewe mit Schild
  • Heraldischer Hinweis: Wappenschild mit ligiertem W (Haus Wittelsbach / Haus Wettin)
  • Datierung: 16. / 17. Jahrhundert (Renaissance / Fruehbarock)
  • Herkunft: Sueddeutschland / Mitteldeutschland (Alpenraum / Bayern / Sachsen)
  • Material: Massives Hartholz (wohl Linde oder Eiche), geschnitzt, originale Kreidegrund-Polychromfassung, altrestauriert
  • Zustand: Guter, altrestaurierter Erhaltungszustand von hoher musealer Authentizitaet. Alterstypische Kantenbestossungen, feine Trocknungsrisse und schoen patinierter Farbabrieb. Substantiell fest und stabil stehend.
  • Masse:

    • Hoehe: ca. 57 cm

    • Breite: ca. 28 cm

    • Tiefe: ca. 24 cm

Sammlerwert und Einordnung

Grosse vollplastische Renaissanceskulpturen des 16. und fruehen 17. Jahrhunderts in Hartholz sind seltene Solitaere des Kunstmarktes. Die heraldische Bedeutung als Wappenschildhalter in Kombination mit der imposanten Hoehe von fast 60 Zentimetern macht dieses Meisterwerk zu einem absoluten Hoehepunkt fuer Sammler frueher Bildschnitzkunst, historischer Wappenkunde und anspruchsvoller Renaissance-Interieurs.

PS: Die Versandkosten sind abhängig vom Kunden! Diese werden separat vereinbart!

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