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Mike Krüger

Bedeutende barocke Memento-Mori-Skulptur / Vanitas-Kopf (17. / 18. Jahrhundert)

Bedeutende barocke Memento-Mori-Skulptur / Vanitas-Kopf (17. / 18. Jahrhundert)

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Ein Meisterwerk barocker Glaubens- und Jenseitsphilosophie: Aussergewoehnlich seltener, handgeschnitzter und polychrom gefasster Holzskulpturenkopf des 17. bis 18. Jahrhunderts, meisterhaft konzipiert als Janusgesicht der Vergänglichkeit - gespalten in die lebendige Physiognomie eines bärtigen Mannes mit kunstvollen Locken und das starre Antlitz eines anatomischen Totenschädels mit entblösster Zahnreihe. Montiert auf einem originalen, fein kannelierten und vergoldeten Holzsockel. Gesamthöhe ca. 20 cm.

Dieses eindrucksvolle Kunstobjekt verkörpert in vollendeter Meisterschaft die barocke Vanitas-Idee sowie das zentrale geistliche Motiv des Memento Mori (Gedenke, dass du sterben musst). In den Wunderkammern (Kunst- und Kuriositätenkabinetten) des Hoch- und Spätbarocks galten solche bildhauerischen Allegorien als hochgeschätzte Meditationsgegenstände für Gelehrte, Geistliche und den Adel. Sie führten die unerbittliche Vergänglichkeit des irdischen Lebens und die hinfällige Natur des Menschen vor Augen.

Kunsthandwerkliche Details und Ikonographie

Die doppelseitige Konzeption (Januskopf der Vergänglichkeit): Die Skulptur ist als gespaltener Kopf gearbeitet und schlägt eine Brücke zwischen Diesseits und Jenseits:

  • Die menschliche Seite: Zeigt ein ausdrucksstarkes, lebendig modelliertes Antlitz mit feinem Nasenrücken, einem realistisch geschnitzten Auge und einem prächtig gefassten, gelockten Vollbart sowie Haupthaar.
  • Die Totenschädel-Seite: Geht nahtlos in einen detailgetreuen, schartigen und altersgegerbten Schädel über, dessen Augenhöhle leer ist und dessen Kiefer die Zähne frei entblösst.
  • Die Trennlinie: Eine fein ausgearbeitete Schnittkante mit historischer rötlicher Fassung trennt die beiden Sphären symbolisch voneinander.

Material, Fassung und Sockel: Aus massivem Holz handgeschnitzt mit historischer Polychromie, feinen Kreidegrundierungen und reicher Patina. Der Kopf thront auf einem originalen, balusterförmig gedrechselten und vergoldeten Holzsockel (Rocaillen- bzw. Perlstabprofil), welcher der Darstellung einen skulpturalen Museumscharakter verleiht.

Objektdaten und Masse

  • Objekt: Memento-Mori-Skulptur / Vanitas-Kopf / Barocker Allegoriekopf
  • arstellung: Geteilter Kopf (halb bärtiger Mann, halb Totenschädel) auf vergoldetem Sockel
  • Entstehungszeit: 17. bis 18. Jahrhundert (Barock)
  • Herkunft: Mitteleuropa (Süddeutschland / Österreich / Italien)
  • Material: Massives Holz, handgeschnitzt, polychrom gefasst, vergoldeter Holzsockel
  • Zustand: Beachtenswerte und ausstellungswürdige museale Erhaltung. Authentische Alters- und Patinaspuren, historische Farbfassung stabil und gewachsen, ohne moderne Ergänzungen.
  • Masse:

    • Höhe (gesamt mit Sockel): ca. 20 cm

    • Breite: ca. 11 cm

    • Tiefe: ca. 12 cm

Sammlerwert und Einordnung

Memento-Mori-Objekte dieser Qualität und Erhaltung gehören zu den absoluten Seltenheiten auf dem internationalen Kunstmarkt. Während flache Darstellungen oder einfache Schädel gelegentlich zu finden sind, stellt dieser skulpturierte Janus-Kopf in Halb-Halb-Ausführung ein hochrangiges gesuchtes Sammlerstück für Museen, Wunderkammern und anspruchsvolle Sammler sakraler Kunst dar.

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