Windora
Triumph der Vergänglichkeit: Antikes Tödlein in stolzer Pose (um 1800)
Triumph der Vergänglichkeit: Antikes Tödlein in stolzer Pose (um 1800)
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Triumph der Vergänglichkeit: Antikes Tödlein in stolzer Pose (um 1800)
Ein seltenes Kabinettstück der Memento-Mori-Kunst: Wir präsentieren ein charaktervolles, handgeschnitztes Tödlein aus der Zeit um 1800 – ein Skelett in ungewöhnlich selbstbewusster Darstellung.
Zum Aufruf kommt eine feine Miniaturschnitzerei, die durch ihre besondere Haltung besticht. Mit den Händen fest in die Hüften gestemmt, strahlt dieses Tödlein eine triumphale Ruhe aus. Es ist nicht der furchteinflößende Sensenmann, sondern der „Bezwinger“, der geduldig auf das Ende wartet. Solche Objekte waren im 19. Jahrhundert beliebte Meditationsstücke für den Schreibtisch oder die private Kuriositätenkammer.
Details zum Objekt:
- Datierung: Um 1800 (Klassizismus / frühes 19. Jhd.)
- Material: Hartholz, vollplastisch von Hand geschnitzt
- Fassung: Originale Bemalung in antiken Beintönen
- Pose: Skelett mit in die Hüften gestemmten Händen
- Maße: Höhe 8,5 cm | Breite 4 cm | Tiefe 2,5 cm
- Zustand: Sehr schöner antiker Erhaltungszustand. Die Fassung zeigt einen authentischen, charmanten Abrieb, der die Konturen der Knochenstruktur wunderbar betont.
Expertise & Ikonografie
Trotz der geringen Größe von nur 8,5 cm weist die Figur eine bemerkenswerte anatomische Präsenz auf. Die Pose – die Hände in den Hüften – ist ikonografisch selten und verleiht der Figur eine fast menschliche, humoristische Note (der sogenannte „lächelnde Tod“). Die Schnitzkunst ist präzise, insbesondere in der Darstellung der Beckenknochen und des Brustkorbs.
Solche Arbeiten stammen oft aus den großen Schnitzzentren Süddeutschlands oder des Alpenraums und dienten als tägliche Erinnerung an die Kostbarkeit des Lebens.
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