Windora
Historischer Turnierhelm – Umbau zum Schlachthelm (um 1600)
Historischer Turnierhelm – Umbau zum Schlachthelm (um 1600)
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Seltenes Zeugnis europäischer Waffengeschichte: Meisterhaft geschmiedeter Helm mit faszinierender Nutzungsgeschichte und erhaltener Zeughaus-Signatur.
Dieses bemerkenswerte Original zeigt eindrucksvoll die militärische Pragmatik der Wende vom 16. zum frühen 17. Jahrhundert. Ursprünglich als massiver Turnierhelm (Kolbenturnier-/Stechhelm-Typus) im frühen 16. Jahrhundert gefertigt, wurde das Stück um 1600 für den realen Feldeinsatz eines Landsknechts bzw. Infanterieführers adaptiert.
Details & Besonderheiten
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Objekttyp: Turnierhelm, zeitgenössisch aptiert zum Schlachthelm
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Datierung: Kern wohl frühes 16. Jahrhundert, feldmäßige Umarbeitung um 1600
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Material & Technik: Handgeschmiedetes Eisen mit sichtbaren Schmiedespuren und genieteter Konstruktion
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Gittervisier & Schutz: Charakteristisches, massiv geschmiedetes Gittervisier über Scharniere aufklappbar, kombiniert mit ausgeprägtem Nacken- und Halskragen
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Oberfläche & Patina: Authentisch gealterte, dunkle Eisenfassung mit gewachsener Patina außen
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Innenausstattung & Zeughaus-Signatur: Innenseitig mit alter Fassung und historischer Zeughaus- bzw. Rüstkammer-Nummerierung/Monogrammierung versehen – ein seltener Nachweis militärischer Inventarisierung
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Maße:
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Länge: ca. 32 cm
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Breite: ca. 21 cm
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Höhe: ca. 27 cm
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Historische Einordnung
Rüstungen und Helme von hoher Schmiedequalität wurden im ausgehenden Mittelalter und der Renaissance nur selten verworfen. Um 1600 – in einer Ära des Umbruchs der Kriegskunst – wurden kostbare Turnierrüstungen in städtischen und fürstlichen Zeughäusern gezielt für das Fußvolk und Landsknechte umgearbeitet, um Schutz gegen Klingen- und Stangenwaffen mit verbesserter Sicht und Belüftung im Nahkampf zu verbinden.
Ein museales Sammlerstück von hoher Ausstrahlungskraft, ideal für anspruchsvolle Sammlungen europäischer Militaria, Zeughaus-Bestände oder ein historisches Kuriositätenkabinett.
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