Windora
Votivgabe „Schmerzkugel“ (18. Jahrhundert)
Votivgabe „Schmerzkugel“ (18. Jahrhundert)
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Archaisches Zeugnis der Volksfrömmigkeit: Votivgabe „Schmerzkugel“ (18. Jahrhundert)
Ein Objekt von tiefer spiritueller Kraft: Wir präsentieren eine seltene Votivgabe aus dem 18. Jahrhundert, die als symbolisches Opfer für Schutz und Linderung während der Schwangerschaft und Geburt diente.
Dieses außergewöhnliche Exponat ist ein beeindruckendes Beispiel für den historischen Glauben und die sakrale Volkskunst. Diese sogenannten Schmerzkugeln wurden oft in Wallfahrtskirchen geopfert, um körperliche Leiden – im Speziellen die Schmerzen und Ängste werdender Mütter – symbolisch an einen heiligen Ort zu übergeben und göttlichen Beistand zu erflehen.
Details zum Objekt:
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Datierung: Wahrscheinlich 18. Jahrhundert (Barock / Rokoko)
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Material: Kern aus massivem Hartholz, besetzt mit handgeschmiedeten Eisenstacheln
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Symbolik: Repräsentiert den fixierten Schmerz; ein archaisches Hilfsmittel der Volksmedizin und des Glaubens.
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Zustand: Authentischer Originalzustand. Das Holz zeigt eine durch Alter und Kerzenrauch (in Kirchen) tief nachgedunkelte Patina; die geschmiedeten Stacheln weisen eine ehrwürdige Korrosion auf, die die Historizität unterstreicht.
Expertise & Kulturgeschichte
In einer Zeit, in der die Medizin nur wenig Hilfe bot, wandten sich Frauen mit diesen Gaben an Gott oder die Gottesmutter. Die Kugel steht für den Fokus des Leidens, während die geschmiedeten Stacheln die stechenden Schmerzen versinnbildlichen. Solche Objekte sind heute nur noch selten in privatem Besitz zu finden, da viele im Laufe der Jahrhunderte aus den Kirchen entfernt wurden oder verloren gingen.
Für Sammler von Sacra, volkskundlichen Kuriositäten oder Objekten zur Geschichte der Medizin und Weiblichkeit ist diese Votivgabe ein Stück von unschätzbarem kulturhistorischem Wert.
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